Entspannung vom Herumreisen auf Koh Kood – dem traumhaft sauberen Inselparadies

Nach meinem letzten Aufenthalt in Bangkok, wollte ich eigentlich nicht nochmal in der Gegend der Khao San Road übernachten, aber da unser Bus in Richtung Insel Koh Kood früh am nächsten Morgen von dort abfuhr, hielt ich es für die einfachste Variante. Am Abend gönnten wir uns ein Abendessen im Restaurant des River View Hotels, das am Fluss Chao Phraya liegt und eine schöne Dachterrasse hat, die über eine steile Wendeltreppe zu erreichen ist. Die Aussicht ist mit den Luxus-Rooftop-Bars sicher nicht zu vergleichen, aber auch sehr schön, die Preise sind in Ordnung und man braucht kein fancy Outfit. Die Fahrt nach Koh Kood habe ich über Boonsiri gebucht, wo man praktischerweise den Bus nach Trat, die Fähre zur Insel und den Transfer zur Unterkunft in einem buchen kann. Bis auf das, dass mein Rucksack bei einem Umstieg in den falschen Minivan gepackt wurde, was wir aber – paranoid wie ich bin – zum Glück bemerkt haben, hat alles gut geklappt.

Angekommen in Koh Kood, erkennt man gleich mal, wer in eines der Beach Resorts mit tollen Namen wie Tinkerbell‘s oder Neverland gebracht wird und wer in einem günstigen Guesthouse im Dschungel wohnt – so wie wir natürlich. Unser Holzbungalow in Eve‘s House war sehr einfach gehalten. Matratze und Mini-Badezimmer – alles irgendwie nach draußen offen – gut, dass es ein Moskitonetz gab. Die Leute im Guesthouse waren extrem nett – unsere Bungalownachbarn erklärten uns den Weg zum nächsten Strand und so haben wir uns gleich mal ein Moped gemietet und am ersten Traumstrand den Sonnenuntergang angeschaut. Lange hat es nicht dauert, bis wir uns entschieden haben, dass wir anstatt am Weg nach Kambodscha auf der touristischen Insel Koh Chang vorbeizuschauen, doch lieber noch eine Nacht auf Koh Kood anhängen. Im Vergleich zu anderen Inseln ist auf Koh Kood sehr wenig los – viele Leute bleiben wohl gern in ihren feinen Resorts, denn um von A nach B zu kommen braucht man unbedingt ein Moped. Wenn man nicht auf einer der wenigen asphaltierten „Hauptstraßen“ unterwegs ist, geht es über rumpelige Lehmwege – und begegnet dabei immer wieder mal einer Affenfamilie. Ich war jedenfalls froh, dass Paul den Part des Fahrens übernommen hat.

Abends haben wir dann nur noch was im Guesthouse oder im Lokal nebenan gegessen und getrunken und Reisegeschichten mit anderen Gästen ausgetauscht, gegen 23 Uhr war dort aber auch Schluss. Wir waren aber eh erschöpft von den letzten Reisetagen und haben in der 1. Nacht im Dschungel so gut wie schon lange nicht mehr geschlafen. An den nächsten beiden Tagen folgten weitere Traumstrände, wobei im Süden der Insel fast gar nichts mehr los war und selbst wenn ein Teil des Strandes zu einem Resort gehörte, war der Rest des Strandes meist fast menschenleer – schattenspendende Bäume (keine Sorge Mum: es waren keine Kokospalmen) machten auch die Mittagshitze erträglich (wobei es in Koh Kooh eigentlich fast immer angenehme 28 Grad hatte). An Tag 2 besuchten wir den Khlong Chao Wasserfall, in dessen Becken man schwimmen oder mit einem Seil hineinschwingen kann. Hornhaut-gesäumte Füße kann man sich von den darin schwimmenden Putzerfischen einfach wegknabbern lassen. Am Ende jedes Strandtages stand dann noch ein fast schon kitschiger Sonnenuntergang mit noch kitschigeren Strandschaukeln. Für den letzten Tag, an dem es überraschenderweise etwas regnete, habe ich bei BB Divers einen Schnorcheltrip gebucht. An den 3 Tauchstopps habe ich viele bunte, große und kleine Fische gesehen und mich dabei zum Glück von keinem Seeigel erwischen lassen. Als ich am späten Nachmittag jedoch wieder im Guesthouse ankommen bin und meinen Rücken im Spiegel gesehen habe, habe ich gelernt, dass ich auch bei dem trüben Wetter Sonnencreme auftragen sollte.

Besonders positiv ist mir auf Koh Kood aufgefallen, dass es extrem sauber ist – es liegt kaum Abfall an den Stränden oder neben der Straße. An vielen Orten gibt es Eimer zur Mülltrennung und jeden Samstag treffen sich Freiwillige um mit der Organisation Trash Hero Müll zu sammeln – die Organisation stellt außerdem an vielen Stellen (zB auch in unserem Guesthouse) gratis Trinkwasserspender zur Verfügung und auch BB Divers nahm bei einem Tauchgang Beutel zum Müll aufsammeln mit. Schon auf unserer Wanderung in Myanmar haben wir am Weg liegenden Müll in ein mitgebrachtes Sackerl gesammelt und wir werden dem guten Beispiel der Leute auf Koh Kood auf jeden Fall auch weiterhin folgen um unseren Beitrag zu leisten, damit solche Traumdestinationen auch in der Zukunft so schön bleiben.

Wie schon in Myanmar waren wir etwas traurig, Koh Kood zu verlassen, aber wir waren auch sehr gespannt, was uns in Kambodscha bzw. schon am berüchtigten Landweg dorthin erwarten wird – bald mehr über dieses neue Abenteuer. 🙂

Alles Liebe aus Siem Reap,
Kati